(PB) Motor ruckelt bei Teillast mit Vollgas

  • Also, laut 1. Probefahrt war wirklich der Kat zu :). Fahre nachher mal 100 km Autobahn und Berg, dann bekommt ihr natürlich ein ausführliches Feedback :).


    Das wäre mal kurze Zusammenfassung was war und ist für alle mit dem gleichen Problem :):


    Fehler: ruckeln beim Beschleunigen ( 2. Gang -> beschleunigen)

    Ursache: defekte Lambdasonde vor Kat

    Grund: defekter Kat der sich verschließt bei Betriebstemperatur / bestimmten Temperaturen auch bei Kalt-Situation.


    Fahrzeug funktioniert wieder einwandfrei :)

  • Hallo zusammen.


    Ich bin hier neu und habe mir vor kurzem einen i20 PB, Facelift 1,2 l mit 86 PS zugelegt.


    Um bei Adam und Eva anzufangen: Ich habe ihn sehr günstig geschossen, weil er zwischen Zylinder 3 und 4 auf der Rückseite Kühlwasser an der Kopfdichtung verloren hat und der Kostenvoranschlag den Fahrzeugwert für die Vorbesitzer überstiegen hat, weil die Werkstatt meinte: „dann können wir auch die Steuerkette mal neu machen nach 140.000 km und die Winterreifen sehen auch nicht mehr gut aus … (etc.)". Gesagt, getan: Kopfdichtung und Steuerkette gewechselt, nach bestem Wissen und Gewissen.


    Das lief dann auch so 300–350 km problemlos (Arbeitsweg ziemlich genau 15 km), dann aber bei der ersten Strecke über 30 km am Stück habe ich am Berg einen Leistungsmangel festgestellt, mir aber nicht mehr viel dabei gedacht. 5 km später fahre ich hinter einem Traktor mit 50–60 km/h im 5. Gang hinterher, überhole nicht wegen Überholverbot, der Traktor fährt ab und ich gebe Gas. Auf einmal schüttelt mich das Ding so durch, dass ein halbvoller Kaffeebecher gekleckert hat und ich mir denke: „Was ist jetzt los?". Als ich vom Gas gegangen bin, war es wieder weg, also habe ich experimentell mal nur halb Gas gegeben. Da hatte ich dann kein Ruckeln, aber viel Ansauggeräusch und wenig Vortrieb, also habe ich mal zurückgeschaltet und über 2.000 U/min verhielt er sich eine Zeitlang normal. Dann mit OBD-Dongle eine Diagnosefahrt gemacht und erst festgestellt, dass die ersten 5 km alles normal war und sich schleichend ein Leistungsverlust aufgebaut hat, bis man wieder unter 2.000 U/min unter Last mehr als halb Gas gegeben hat und er wieder geruckelt hat. Ohne Last/im Leerlauf hat er aber normal hochgedreht. Außerdem habe ich ungewöhnliche Zündzeitpunktverstellungs-Werte festgestellt (CSV-Datei von den Live Daten der Fahrt habe ich). Also bin ich auf gut Glück davon ausgegangen, dass es ein temperaturabhängiger Defekt an der Zündspule war, weil ich meinte, dass die Ruckler für Spritprobleme zu hart waren.

    2 Tage später musste ich entgegen meiner besseren Einschätzung 20 km in die nächste Stadt fahren und konnte nicht auf meinen „Alternativ-Transport" zurückgreifen, also habe ich in den sauren Apfel gebissen und der Kupplung hinterher geweint, weil ich mit über 2.000 U/min und Vollgas anfahren musste, um nicht angehuft zu werden. Mitten in der Stadt hatte ich das Vergnügen, bergauf anfahren zu müssen. Auf einmal hat er auch bei getretener Kupplung unter Vollgas nicht über tausend Umdrehungen hinausgehen wollen und gestottert, nach kurzem Warten ging es aber wieder. Auf dem Rückweg hat das Ruckeln dann schon 500 m nach Fahrtbeginn (trotz kaltem Motor) angefangen und auf der Autobahn war die Leistung quasi nicht vorhanden. Ich musste im 4. Gang auf dem Gas stehen, damit der LKW nicht drängelt. Er hat auch beim Durchbeschleunigen nicht mehr als knapp über 4.500 U/min drehen wollen, weil die Leistung gefehlt hat. Also habe ich das Auto stehen lassen, bis die Zündspule ankam, und gebetet, dass sie es war. Ein paar Tage später eingebaut, Problem war immer noch da, aber es ist aufgefallen, dass er nach längerer Schubabschaltung oder langem Laufen im Stand kurzzeitig normal läuft.

    Also auf gut Glück die mitbestellten Zündkerzen gleich auch getauscht und mal die Zündkabel durchgemessen, ob sie einen ungewöhnlich hohen Widerstand haben, war aber alles in Ordnung. Dann doch mal an der Injektorbrücke nach dem Sprit geguckt: in nicht mal 2 Sekunden 250 ml voll und war auch sauber, also mal die Injektorenbrücke angeschaut, mal orgeln lassen, Sprühbild war auch perfekt.

    Dann bin ich mal die ganzen Unterdruckschläuche durchgegangen, keine Risse, gar nichts. Mir gehen langsam die Ideen aus. Gibt es irgendwelche Sensoren, bei denen ich mal was probieren sollte (Kältespray oder abklemmen)? Könnte die Kette gesprungen sein oder diese Verstellung nen knax haben? Die KI sagt was von einem verstopften Kat oder verschiedenen Sensoren. Ersteres kann ich mir aber nur schwer vorstellen, weil er vor nicht mal 2 Monaten die AU ohne Mängel bestanden hat.



    Zur Fahrzeughistorie:
    141 tkm runter

    Vorbesitzer war wohl sehr Kurzstreckenlastig unterwegs
    jedes Jahr zur Inspektion beim Händler

    ungefähr 2/3 des Sprits sind über ein halbes Jahr als

    Da ich mit meinem Latein am Ende bin, würde ich mich über Tipps für weiteres Vorgehen in der Diagnose freuen.
    Ich weiß auch nicht welche dieser Informationen Relevant sind oder nicht, ich hab einfach alles aufgeschrieben was mir eingefallen ist.

  • Dann unbedingt auch frischen Kraftstoff tanken, weil dieser in gewissem Maße altert. Dann würde ich erst mal weitere (Test-)Fahrten machen.

  • Das ist mir ja bewusst, aber warum sollte er dann mit der alten "Plörre" schleichend anfangen, schlechter zu laufen?
    Im Stand läuft er ja perfekt und die ersten 300 km waren auch kein Problem. Und so wie er jetzt ist, ist es nicht möglich, längere Zeit sicher am Straßenverkehr teilzunehmen, vor allem zu Berufszeiten.


    Die Idee mit dem Sprit hatte ich ja auch und dann 15 Liter frisch nachgetankt, mehr hat nicht reingepasst, aber es war absolut keine Verbesserung feststellbar.

  • Hallo Guenni.


    Da hast du ja schon einiges mitgemacht mit dem Auto. Hoffe du verlierst nicht das Vertrauen in Hyundai - gerade die MPI sind meiner Meinung nach sehr zuverlässige Motoren.


    Mit den Ferndiagnosen ist es ja so ein Ding, aber bei dem Fehlerbild würde ich ganz stark auf Kraftstoffversorgung tippen. Bei Motorrädern kenne ich das, wenn Pumpe oder Druckregler defekt sind oder auch Filter zu ist. Hast du bei deiner OBD Diagnose die Möglichkeit, den Kraftstoffdruck mitzuloggen?


    Alles Gute

    Lg Chris

  • Hallo Chris.


    Mein Diagnosegerät kann leider keinen Kraftstoffdruck ausgeben. Was dem am nächsten kommt ist "berechneter Kraftstoffmengenfluss (L/h)", ist aber nicht der Druck und da sind auch nur kryptische Werte wie "10901063815948800", aus denen ich nicht viel raus lesen kann.


    Ich hätte bei nächster Gelegenheit auf gut Glück einfach mal ausprobiert, alle Sensoren mal abzustecken, mit denen er weiterlaufen sollte, also Klopfsensor, Luftmassenmesser etc. und mal schaue, wie er sich verhält. Wenn ich den Fehler dadurch nicht finde, würde ich an der Spritversorgung nochmal mein Glück probieren.


    Im Fehlerspeicher war auch ein Fehlercode der mich nur noch weiter verwirrt hat:
    P0626 [0x0626]

    Alternator field terminal - circuit high
    Sonst nichts.

    Und ich habe keine Ahnung, was im "circuit" denn "High" sein soll? (Spannung? Widerstand? Stromfluss, ergo Kurzschluss?), vor allem da die Ladespannung völlig im Rahmen liegt (Durchschnitt bei 13,8V, zwischen 13,4V und 14,2V).
    Könnte der irgendwas damit zu tun haben - was ich mir nur schwer vorstellen kann - oder ist der "unrelated"?

    Danke für die Antworten und viele Grüße.

  • OBD hilft hier nur wenn ein Drucksensor da ist den man auslesen kann. Dann könnte man das schnell abhaken - glaube aber deiner hat gar keinen - bei meinem GB habe ich gerade auch keinen gefunden :flöt:

    Pumpe würde ich mir mal ansehen, 100%ig ausschließen kann man es eh nur mit einer Neuen, aber einen verstopften Filter sieht man zumindest.

    Kann leider auch nur sagen wo ich schauen würde, hatte den Eindruck du hast das Thema Kraftstoff schon abgehakt.

    Alles Gute weiter

  • Ich hätte bei nächster Gelegenheit auf gut Glück einfach mal ausprobiert, alle Sensoren mal abzustecken, mit denen er weiterlaufen sollte, also Klopfsensor, Luftmassenmesser etc. und mal schaue, wie er sich verhält. Wenn ich den Fehler dadurch nicht finde, würde ich an der Spritversorgung nochmal mein Glück probieren.

    Ich habe (wie erwähnt) mal alle Sensoren, mit denen er weiterlaufen sollte, wärend des Betriebes abgezogen und bin ein Stück gefahren.


    Erste Anlaufstelle war der Klopfsensor, weil man so gut an ihn rankommt, da hat sich aber nichts verändert.
    Beim 2. Versuch habe ich den Nockenwellensensor abgezogen und siehe da, das Stottern ist weg, es fehlt nur weiterhin die Leistung obenrum, was ja logisch ist, wenn man ihn abzieht. Dann wieder drangesteckt und da war das Ruckeln wieder, nochmal abgezogen und es war wieder weg. Ich würde einen neuen bestellen und dann nochmal berichten.

  • Hier das versprochene Update:
    der passende Sensor kam an, wurde verbaut, erstmal noch nicht den Fehlerspeicher gelöscht (weshalb die MKL noch an war), Probefahrt gemacht und das Ruckeln war weg.


    Jetzt war aber die Sache, dass er über 3500 U/min wie in einen Begrenzer läuft, bei weiteren Gasgeben auf 3000 U/min runterregelt und schließlich zwischen 2,5 und 3 langsam hin und her wechselt, während die MKL sogar blinkt und nicht nur leuchtet, also Fehlerspeicher ausgelesen:


    OBD2

    DTCs: 5

    ----------------------------

    P0626 [0x0626]

    Alternator field terminal - circuit high

    Status: Bestätigt

    ----------------------------

    P0340 [0x0340]

    Camshaft position (CMP) sensor A, bank 1 - circuit malfunction

    Status: Bestätigt

    ----------------------------

    P0014 [0x0014]

    Camshaft position (CMP) actuator, exhaust/right/rear, bank 1 - timing over-advanced/system performance

    Status: Bestätigt

    ----------------------------

    P0300 [0x0300]

    Random/multiple cylinder(s) - misfire detected

    Status: Steht aus

    ----------------------------

    P0011 [0x0011]

    Camshaft position (CMP), intake/left/front, bank 1 - timing over-advanced/system performance

    Ja super, das wird ja immer besser....


    Testweise einfach mal den Fehlerspeicher gelöscht und nochmal ausgelesen. Der einzige gebliebene Fehler ist immer noch

    ----------------------------

    P0626 [0x0626]

    Alternator field terminal - circuit high

    Status: Bestätigt


    Trotzdem noch ne Probefahrt gemacht.
    Jetzt war das Ruckeln wieder da, also habe ich den Nockenwellensensor abgezogen und es war wieder weg.

    Was mich dann richtig verwirrt hat, war, dass es bei anstecken des Sensors immer noch weg geblieben ist. Dann mal wieder in höhere Drehzahlen gekommen und da war wieder dieser Begrenzer bei 3,5ku/min, der sich auf 3, dann auf 2,5 runter regelt und dabei die MKL blinkt, diesmal aber ohne davor oder danach durchgehend zu leuchten.


    also nochmal Fehlerspeicher ausgelesen, nahezu unverändert:


    OBD2

    DTCs: 4

    ----------------------------

    P0626 [0x0626]

    Alternator field terminal - circuit high

    Status: Steht aus

    ----------------------------

    P0011 [0x0011]

    Camshaft position (CMP), intake/left/front, bank 1 - timing over-advanced/system performance

    Status: Steht aus

    ----------------------------

    P0300 [0x0300]

    Random/multiple cylinder(s) - misfire detected

    Status: Steht aus

    ----------------------------

    P0340 [0x0340]

    Camshaft position (CMP) sensor A, bank 1 - circuit malfunction


    Ich gehe einfach davon aus, dass p0340 daran liegt, dass ich den Sensor abgezogen habe.
    Die Fehlzündungen und die Steuerzeiten sind aber neue Fehler, und ich kann mir immer noch nicht vorstellen, dass ein Zusammhang zur Lima besteht.

    Ich hätte jetzt der Vollständigkeit halber nochmal eine Probefahrt gemacht, mit gelöschtem Speicher, aber ohne abziehen des Sensors. falls das Ruckeln wieder da ist und anschließendem auslesen, verwirrt bin ich aber dennoch sehr.

    Über Tipps für das weitere vorgehen würde ich mich wieder sehr freuen

  • Hallo nochmal,


    ich habe in einem anderen Forum ebenfalls mal gefragt, dort sollte ich testen, ob der Kat verstopft war. Habe ich gemacht, also Lambdasonde raus und Endoskop mal rein gehalten. Siehe da, es sieht aus, als ob sich in Richtung Rückseite eine Art Kanal frei gebrannt hat und unten irgendeine Schicht zurückgelassen hat. Ob bröselig oder geschmolzen, konnte ich aufgrund der geringen Auflösung leider nicht beurteilen. Ich würde auch mal den Motorraum bisschen mit Alufolie auskleiden und eine Stück fahren, wenn der Fehler dann weg ist, weiß ich woran es lag.


    (PS: in der .zip ist das ganze Video, da man mp4 nicht hochladen darf)

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!