Also ich werde auch nach einer Einfahrphase von etwa 6000 Km ein OBD-Chiptuning bei dem 115 PS Diesel ausführen lassen. Da der KIA Cee'd den gleichen Antrieb besitzt, gibt es also mittlerweile genug Anbieter für diesen Fall.
OBD-Chiptuning:
Man spielt hier eine neue Software für des Motormanagement im Motorsteuergerät auf, ohne dass irgend etwas gelötet werden muss. Diese neue Software wird vom Tuner bei Bedarf auch wieder rückstandslos entfernt. Habe bislang sehr gute Erfahrungen mit OBD gemacht. OBD ist immer einer Tuning-BOX vorzuziehen, weil man bei einem richtigen Chiptuning weder falsche Sollwerte der Motorsteuerung vorgaukelt und weil man hier ein individuelle Programmierung ausführen lassen kann inkl ECO-Tuning.
Suche Dir am besten einen Anbieter aus, der die Software selbst programmiert und nicht nur erkaufte Software vertreibt. Ein solcher Spezialist kann Dir, wenn es denn nötig ist, eine Modifikation nachträglich durchführen, meistens ohne Mehrkosten. In meinem Fall habe ich den Ladedruck nachträglich nochmals etwas erhöhen lassen inklusive Anpassung der übrigen Parameter wie Einspritzmenge, –dauer usw.
Zusätzlich habe ich in der Vergangenheit bei diversen TDI-Motoren Wert darauf gelegt, dass
1. das Turboloch so klein wie möglich gehalten werden soll (kräftiger Turbobums schon ab 1800 U/min) und
2. ein gleichmäßig-druckvoller Turboschub bis in den Anfang des roten Bereich des Drehzahlbegrenzers hinein ermöglicht wird. Dies ist eine wirklich sinnvolle Maßnahme, die für souveräne Überhohlvorgänge ohne Stress und viel Schalterei sorgt.
Mit beiden Maßnahmen eines solchen Powertunings ändert sich nicht nur die PS-Zahl von 115 auf 135 bis 140 PS beim i30, sondern durch die völlig neue Motorcharakteristik wird sich der Wagen nochmals deutlich entspannter fahren. Ist wie ein nahezu neues Fahrgefühl gegenüber Serie. Nicht zuletzt kann man das massive Angebot an Drehmoment im Bereich von 1800 bis 2200 U/min prima dazu nutzen, um Sprit zu sparen. Denn durch den erhöhten Ladedruck ist entspanntes schaltfaules Cruisen möglich mit Minderverbräuchen von i.d.R. mindestens minus 0,5 Liter. Mehrverbräuche treten erst auf ab etwa 3000 /min beim Powertuning. In bergigem (alpinen) Gelände ist das Fahren mit einem Powertuning reinstes Vergnügen!
Das sogenannte Eco-Tuning ist hauptsächlich durch die Optimierung des Drehmomentes im unteren bis unteren/mittleren Drehzahlbereich charakterisiert, Ab ca. 3000 U/min bleibt die Motorcharakteristik ähnlich oder gleich wie im Serienzustand.
Kosten sollten für das Softwaretuning 500 bis 600 EUR bei einem renommierten Chiptuner Deiner Wahl nicht überschreiten. Die TÜV-Eintragung hier in D schlägt noch einmal mit etwa 80 EUR zubuche.
Wenn es die Infrastruktur erlaubt, würde ich einen Leistungstest auf einem Rollenprüfstand empfehlen - vor allem, wenn dieser in einem Paket mit dem Chip zum angemessenen Preis angeboten wird. Wichtig ist hier, dass es sich um einen Prüfstand handeln muss, bei dem ein Sensor die Ladeluft-Temperatur abnimmt an der richtigen Stelle (vorne am Ladeluftkühler) und dass ein Gebläse während des Prüflaufs die normale Fahrsituation mit Anströmung simuliert, um ein realitätsnahes Ergebnis zu erhalten.
Ein herkömmliches ausgeführtes Power- und Ecotuning unter Beibehaltung des Serienturboladers ist nicht verbunden mit Anpassung weiterer Bauteile, wie
- grössere Bremsscheiben und Sportbremsbeläge
- dickere Abgasführung mit mehr Durchlass
- Sportkat
- Sportluftfilter
- Sportkupplung
- anderes Getriebe
Turboplatzer sind, wenn man bei einem Profi war, heutzutage nahezu ausgeschlossen. Ein guter Chiptuner bietet jedoch spezielle Garantien über ein gewisses Kilometer-Intervall an, bei dem Schäden an Getriebe, Turbo usw. abgedeckt sind. Das muss man mit sich selbst ausmachen.
In vielen Fällen besonders bei Fahrern mit viel Autobahnstrecken interessant, den höchsten Gang verlängern zu lassen. Dazu wird, ohne das Getriebe ausbauen zu müssen, nur ein Zahnradpaar ausgewechselt. Ich kann den Getriebespezialist „Rosenkranz“ in Dortmund für derartige Arbeiten empfehlen. Der Vorteil eines schönen langen höchsten Ganges ist ein beträchtliches Sprit-Einsparpotential sowie motorschonendes zügiges Fahren auf der linken Spur (z.B. 180 km/h mit 3500 U/min). Die Höchstgeschwindigkeit ändert sich bei der Kombination eines Powertuning mit verlängertem höchsten Gang so gut wie nicht zur Serie, weil der Luftwiderstand und das (leider) endliche Drehmoment eine physikalische Grenze setzen.
Abschliessend muss man noch erwähnen, dass man gerade chipgetunten Turbomotoren nie im kalten Zusatnd treten sollte, sondern erst nach Erreichen der Betriebstemperatur von Öl und Kühlwasser. Auf der anderen Seite sollte man einen chipgetunten Turbomotor auch niemals nach einer Autobahn-Vollgasfahrt am Rastplatz sofort ausstellen. Das kann zu einem Turboschaden führen, weil beim erneuten Start des Motors zu wenig kühlendes und schmierendes Öl im Turbo zur Verfügen stehen kann (wenn man Pech hat).
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edit by Elantra: Normale Schriftgröße reicht aus. Danke!