GK V6 - mal wieder ein klackernder Motor

  • Hallo zusammen,


    kurz zu mir, ich bin der Dr. Obdachlos (oder Jason) und komme aus dem Raum MSP. Seit gestern bin ich Besitzer eines Coupé GK 2.7 V6 aus dem Jahr 2003. Der Wagen ist ein Schalter, hat etwa 144.000 km gelaufen und wurde bereits mit einem Fahrwerk und Felgen verändert.


    Ich habe das Coupé als Projekt gekauft. Es stand ungefähr 8 Jahre und mein erstes Ziel ist es, den Wagen technisch wieder fit und zurück auf die Straße zu bringen. Zuerst möchte ich das Motorproblem lösen, anschließend soll der TÜV gemacht werden. Wenn technisch alles passt, sollen später noch ein paar optische Veränderungen folgen.


    Nun zu meinem Problem:


    Der Motor springt sofort an und läuft im Leerlauf ruhig. Allerdings ist direkt nach dem Start ein deutliches, helles Klackern aus dem oberen hinteren Motorbereich zu hören.


    Das Geräusch bleibt dauerhaft bestehen und wird auch bei warmem Motor nicht leiser.

    • Mit steigender Drehzahl wird das Klackern schneller und lauter.
    • Das Betätigen der Kupplung hat keinen Einfluss auf das Geräusch.
    • Die Motorkontrollleuchte ist aus und im Motorsteuergerät sind keine Fehler hinterlegt.
    • Öldruckleuchte verhält sich normal.
    • Der Ölstand passt ebenfalls.

    Laut Vorbesitzer wurde das Fahrzeug damals genau wegen dieses Geräusches abgestellt und stand seitdem etwa 8 Jahre. Seit dem Kauf habe ich den Motor nur kurz gestartet und das Fahrzeug bisher nicht weiter bewegt. Ein befreundeter Mechaniker des Verkäufers hatte wohl auf die Hydrostößel getippt, bestätigt wurde das aber bisher nicht. Wann der Zahnriemen zuletzt gewechselt wurde, ist leider nicht bekannt.


    Hier ist ein Video, in dem das Geräusch zu hören ist: https://www.youtube.com/shorts/ilTj2YJi6lg


    Ich habe gesehen, dass ähnliche Klackergeräusche beim 2.7 V6 hier im Forum schon häufiger behandelt wurden. Leider wurde in vielen älteren Beiträgen keine endgültige Ursache oder Lösung mehr nachgetragen. Deshalb versuche ich es mit einem eigenen Beitrag. Hat jemand dieses Geräusch beim 2.7 V6 schon einmal gehabt und die Ursache eindeutig gefunden? Könnten es tatsächlich die Hydrostößel sein, oder gibt es bei diesem Motor noch andere typische Stellen im Ventiltrieb, die ein solches Geräusch verursachen? Ich möchte ungern auf Verdacht Teile tauschen oder den Motor unnötig weiterlaufen lassen.


    Über Erfahrungen, Hinweise zur Fehlersuche oder sinnvolle erste Prüfschritte würde ich mich sehr freuen. Sobald die Ursache gefunden wurde, werde ich die Lösung natürlich hier nachtragen.


    Hier noch ein Bild vom Coupe:

  • Hallo erstmal und willkommen im Forum.


    Das Geräusch im Leerlauf ist das eine und beim Gas geben kommt auch noch ein zweites dazu. Überprüf mal die Nockenwellen auf Verschleiß. Habe selbst schon etliche Nockenwellen ausgewechselt und das Geräusch kam mir gleich so bekannt vor.

  • Konnte heute die Nockenwellen und die Stößel des hinteren Blocks ausbauen. Wellen sehen soweit in Ordnung aus, aber die Hydros lassen sich bis auf 2 nicht reindrücken und sind fest.


    Ich hätte jetzt mit einem oder 2 festen Hydros gerechnet, aber gleich 10 Stück.

  • Jetzt ist der vordere Block auch offen und die Wellen sowie Hydros sind ausgebaut.

    Wellen sind i.O, Hydros nur einer von 12 beweglich. Unterliegt ich hier 'nem Irrtum, und die müssen gar nicht gängig sein?

  • Ich hätte die Nockenwellen nur geprüft und nicht ausgebaut, waren die Steuerzeiten richtig eingestellt? Als nächstes Kompressionstest, dann Motoröl ablassen und prüfen ob Späne vorhanden... zerlegen erst immer zum Schluss.

  • Steuerzeiten haben gepasst, Kompressionstest habe ich auch schon gemacht. Späne gab es auch keine. Alles schon vorab geprüft.


    Ich habe jetzt gelesen, dass man die Hydros gar nicht zusammendrücken können soll. Das heißt es sind nur 3 Stück kaputt, was meiner Meinung nach auch plausibeler ist.

  • Das hört sich schon mal ganz gut an, also neue Hydros rein (vorher entlüften) und dann kann die Kiste wieder laufen. Natürlich das vorgeschriebene Motoröl einfüllen und ohne Zündung so lange starten, bis der Öldruck aufgebaut ist.

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