kaum noch Power unter 2k U/min, mit heftigem Motorstottern

  • inoffizielle Methoden:
    Rostlöser zum gangbar machen.
    Kupferpaste zum schmieren (private Lösung, die ich aber mal mit der Werkstatt absprach).
    ACHTUNG: Kein normales Fett nehmen, da dies nicht hochtemperaturfest ist und obendrein weg fließt bzw. verbrennt.

    Am Turbo entstehen bis zu 1.000°C bei Autobahnfahrt. Kupferpaste ist nichtflüchtig und hält bis 1.100° aus.

  • Habe mir Rostlöser geholt, aber Kupferpaste habe ich nicht bekommen. Ist aber offenbar auch gar nicht nötig, denn wenn man sich die Fotos hier betrachtet, ist relativ eindeutig, dass rein mechanisch die Bewegung klemmen kann, Weil das Gestänge auf dem Bolzen hin und her rutschen kann.



    Und: Unterdruck aufbauen und halten ist mit dem Mund kein Problem. Das Gestänge ist also anscheinend leichtgängig genug. Daran scheints nicht zu liegen. Dann bleibt eigentlich nur das seitliche verrutschen.

  • Nachtrag:
    Das Steuergerät konnten wir mit unserem Diagnosegerät leider nicht zurückstellen. Es wurde von der Software nicht unterstützt. Aber wir haben trotzdem ein bisschen was probiert.
    Der Lambda Fehler von vor 2 Jahren, von dem ich dachte, ich hätte ihn mit einem Austausch der Sonde überwunden, ist nach wie vor präsent und wir haben jetzt auch mit einem Software Update des Diagnosetools bestätigt, dass die Lambdasonde genau 0 Spannung bekommt. Im kalten Zustand ruckelte der Motor noch sehr, immer nach kurzem Gas geben. Aber im Stand natürlich. Je wärmer der Motor wurde, desto mehr hat das ruckeln nachgelassen. Nach 5 Minuten haben wir den Wagen bewegt und sind ein bisschen in der Stadt gefahren. Kurze Strecken, viel bremsen, viel anfahren. Eine etwas längere Gerade. In den unteren Drehzahlbereichen, nach wie vor bis ca. 1500, gab es Ruckler und kleine "Blockaden". Nicht immer, aber schon fast so regelmässig, dass es sich beinahe reproduzierbar anfühlt. Oder sagen wir besser "erwartbar".

  • Update:
    Letztes Wochenende hab ich ein Additiv in den Tank gekippt zum reinigen und bin 150km gefahren. Die Fahrt lief fantastisch! Am nächsten Tag bin ich die gleiche Strecke zurück, und da gingen die Probleme wieder los. Leistungsloch bis 1500 U/min, dann bei Tempo 120 auf der Autobahn im 5. Gang gelegentlich kompletter Leistungsverlust und Geschwindigkeitsverlust (beängstigend auf der Autobahn). Und das ging erst wieder besser nach dem Runterschalten bis in den 2. Gang. Dann zügiges Gasgeben und hochschalten, und dann gings wieder für eine Weile, bis das Spiel von vorn losging.

    Heute kamen die Sicherungsclips für das VTG Gestänge an und ich habs natürlich sofort eingesetzt. Aber am Leistungsloch hat es leider gar nichts verändert.

    Unter 1500 U/min kriege ich keine Leistung auf die Räder. Es fühlt sich so an, als wäre das Standgas durchgehend zu niedrig. Die Unterdruckdose habe ich mit dem Mund getestet, sie funktioniert. Ich teste morgen nochmal das Ganze ohne angeschlossenes AGR (ohne Stecker lief der Wagen beim vorletzten Test erheblich besser). Außerdem teste ich die Unterdruckdose bzw. den Schlauch dorthin bei laufendem Motor nochmal und werde auch das Gestänge im Auge behalten, sobald ich einen Helfer finde, der den Motor starten kann, während ich in den Motorraum starre. Möglicherweise funktioniert die Dose, aber sie wird nicht korrekt angesteuert.


    Ansonsten bin ich langsam wirklich mit meinem Latein am Ende.

  • Versuch doch erst mal den Lambda Fehler zu beseitigen, der doch offensichtlich ist.

  • Dagomys

    Ich habe sowohl die Sonde durchgemessen (sie funktioniert) als auch den Stecker (er liefert Spannung). Ich weiß nicht, woran es noch liegen könnte, außer vielleicht, dass ich eine falsche, unpassende Sonde besorgt habe.


    ikzocker

    Mein AGR ist neu. Okay, es kann natürlich blöderweise schon defekt geliefert worden sein, aber ich will jetzt auch nicht ohne Ende Geld in weitere Neuteile schmeißen, wenn ich nicht sicher bin, dass es auch wirklich daran liegt :-( Außerdem ist AGR ausbauen eine ziemliche Drecksarbeit, da der Kühlkreislauf ja auch jedes Mal entleert und neu befüllt werden muss.

    Was meinst du mit "wars kurzzeitig etwas besser"?

  • Ja, OK ist es ärgerlich, wenn der Fehler noch vorhanden ist.


    Aber wenn er im Fehlerspeicher verbleibt oder neu aufpoppt, muss zunächst an der Stelle weiter gesucht werden. Auch dass es eben eine falsche Sonde sein kann, muss eben einkalkuliert werden. An anderen Stellen weiter zu suchen macht keinen Sinn, wenn "ein primärer Bock noch drin ist". Ich würde mich zunächst NUR auf die Fehlermeldung "Sonde" konzentrieren und erst wenn dieser Fehler weg ist, DANN erst schauen, welche weiteren Fehler noch vorhanden sind.


    Zumeist ist nur EIN Fehler das Grundübel für alles und auch für die Effekte.

  • Gehen wir also davon aus, dass ich eine falsche Sonde besorgt habe. Kann ja sein. Wie kriege ich denn raus, welches die richtige Sonde wäre?

  • Okay, ich habe es herausgefunden. Die neue Sonde ist laut Autodoc ein passendes OEM Replacement von Ridex. Aber entweder ich messe nicht richtig, oder die Sonde taugt trotz passender Stecker und entsprechender Angabe doch nichts.


    Soll ich jetzt nochmal ne neue Sonde kaufen und ausprobieren, eine Bosch statt einer Ridex (Steuergerät ist auch Bosch)?

    Ich weiß ganz ehrlich nicht, was ich noch machen soll und ich will auch nicht unnötig noch mehr Geld in den Motor schmeißen und gucken, wo es haften bleibt.

  • Ich werd völlig bekloppt. Gestern sprang der Wagen noch problemlos an, 2x. Heute kommt die Bosch-Sonde, ich tausche aus und schwupps kriegt der Motor wieder keinen Kraftstoff, was überhaupt keinen Sinn ergibt.


    Ich will nicht mehr. Und mein Auto so: "Ich auch nicht, das versuche ich dir seit 2 Jahren zu sagen, jetzt hör endlich auf mich!"

  • Ein kleines Update, für all jene, die aus morbider Faszination noch immer mitlesen:

    Nachdem ich das System von der Abgasüberflutung durch angeklemmtes AGR entlüftet und den AGR Stecker wieder abgezogen hatte, sprang der Wagen wieder an. Der Lambda-Fehlercode blieb aber bestehen, trotz Bosch-Sonde auf Bosch-Steuergerät. Ich habe das AGR seitdem nicht wieder erneut angeklemmt und im Notlauf funktioniert es ja auch. Wobei ich jetzt aber auch noch keine Langstrecke hinter mir habe. Aber all meine KFZ Freunde und selbst ChatGPT sind am Ende ihrer Ratschläge.
    Ich hab den Wagen heute bei Hyundai abgegeben zur Diagnose. Entweder, die können mir morgen sagen, was verdammtnochmal falsch ist, oder das Projekt wird beendet und dank Notlauf maximal als Notlösung für Kurzstrecken eingesetzt.
    Es tut mir in der Seele weh, weil ich in den letzten 2 Jahren so viel dran gemacht und repariert habe - KORREKT repariert vor allem - aber wenn der Motor nicht zuverlässig läuft, bringt mir auch der schönste, neueste Querlenker nichts.

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