Kratzer bei Neuwagenkauf - Preisminderung wie hoch?

  • Hallo,


    ich habe mir Anfang Juli bei einem offiziellen Hyundai-Vertragshändler einen Neuwagen gekauft. Der Kauf erfolgte per Email/ Telefon, also Fernabsatzgeschäft. Ich hatte den Wagen bereits bei einem anderen Händler in meiner Nähe zur Probe gefahren. Da der Preis beim 300km entfernten Händler deutlich attraktiver war (waren gerade auch Bonuswochen bei Hyundai) und die bevorzuge Farbe hatte, habe ich den Wagen gekauft, ohne mir den vorher anzusehen. Bei einem Neuwagen sollte ja alles einwandfrei sein - dachte ich.


    Diese Woche war ich dann dort, um den Wagen abzuholen. Er stand im Autohaus und beim Rundgang

    habe ich auch keine Mängel im Lack festgestellt, also Übergabeprotokoll entsprechend unterschrieben. Der Händler hat den Wagen dann rausgefahren und im Sonnenlicht fielen mir dann, neben zahlreichen Mikrokratzern – diverse tiefere Kratzer auf, die man im dunkleren Innenlicht nur sehen konnte, wenn man sehr nah dran ging und aus dem richtigen Winkel geschaut hat. An allen Türen, mehreren Stellen des Wagens. Der Händler war auch überrascht und sagte, die waren ihm nicht bekannt. Ob das stimmt, kA.


    Vermutung des Händlers ist, dass es in deren Waschanlage passiert sein muss - ich denke vielleicht hat hier eher der Aufbereiter kacke gearbeitet, bei dem der Wagen vor Übergabe war.. keine Ahnung. Sie haben dann noch schnell versucht, die Kratzer rauszupolieren (beim Aufbereiter nebenan), aber hat nicht funktioniert und der sagte auch, müsste wohl lackiert werden.


    Ich hatte dann spontan 2000€ Preisnachlass angeboten, weil ich kein Bock hatte, ohne Auto nach Hause zu fahren und später wieder 300km auf mich nehmen zu müssen.


    Der Händler bestand aber auf Nachbesserung und wollte es an irgendeine andere interne Abteilung geben, wo man mehr Mittel und Wege kennt, als der Aufbereiter. Alles neu lackieren wollte man aber betont nicht, da wohl viel zu hoher Aufwand/ teuer. Zudem merkte er auch an, dass 2000€ Preisminderung ja auch viel zu viel seien, wenn dann wird es weniger..


    Das Übergabeprotokoll, was ich anfangs unterschrieben hatte, wurde vom Händler zerrissen. Ich habe den Wagen also noch nicht abgenommen, bin auch nie mit gefahren. Ich warte aktuell noch auf Rückmeldung, inwiefern sie es anderweitig schaffen, die Mängel zu korrigieren. Soll kommende Woche Bescheid bekommen.


    Ich möchte mich nun darauf einstellen, dass sie es nicht hinbekommen, die Kratzer soweit zu beseitigen, dass der Wagen wirklich mängelfrei ist und ich dann eine Preisminderung einfordere. Vom Kaufvertrag zurücktreten, möchte ich eigentlich nicht. Mir sind die Kratzer ja anfangs auch nicht aufgefallen, und notfalls könnte ich damit leben. Aber eine sachgerechte Preisminderung muss dann erfolgen.


    Die Frage ist, wie hoch wäre diese realistisch?


    Lt. einem ADAC Artikel muss die genaue Höhe der Kaufpreisminderung für jeden Einzelfall geschätzt werden, was ja Sinn macht. Falls man sich nicht einigen kann, muss ein Sachverständiger den Minderwert festlegen.


    Mal angenommen, ihr habt Kratzer in einer Tür, welche nur durch lackieren beseitigt werden können. Wie hoch wäre eures Erachtens dann die Preisminderung des Fahrzeugs?


    Ich habe sicherheitshalber mal bei diversen Hyundai Händlern in meiner Nähe Kostenvoranschläge angefragt bzgl. Lackierung einer Tür des betroffenen Modells/ Farbe.


    Eine schnelle Google Suche sagt 500-800€ pro Tür. Entspräche dann aus eurer Sicht auch der Minderwert des Fahrzeugs durch den Mangel = 500-800€ oder fällt dieser dann ggf. geringer aus? Hat hier jemand evtl. Erfahrungen mit sowas?


    Mich einfach mir irgendeinem Phantasiewert abspeisen lassen, den der Händler unbegründet oder schlecht begründet raushaut, weil er ja möglichst wenig zahlen möchte, will ich nicht.


    Hier mal ein Bild von einer Tür

  • Vorneweg: Du hast dir auch eine sehr schwierige und aufwendig zu pflegende Farbe ausgesucht (schwarz?) . Diese sind sehr empfindlich, was Kratzer/Swirls anbelangt. Die Hyundailacke sind im Allgemeinen nicht so besonders, teils sehr dünn lackiert. Auch die Umstellung auf wasserbasierte Lacke anno tubak trug zu der schlechteren Qualität heutiger Lacke bei. Sei dir bewusst, dass jeder Besuch in einer Waschanlage oder eine falsche Wäsche in der SB dem Lack nicht gut tut u. Swirls/Kratzer vorprogrammiert sind ;)


    Mit einer Einschätzung in € halte ich mich mal zurück, da die Preise des Lackierens/Aufbereitens regional schwanken. Sieht das ganze Auto so aus oder nur diese Stelle?


    Es ist leider üblich, dass die Verkäufer die Karren vor der Auslieferung an den Kunden durch ihre Waschkratzanlagen jagen oder von ihren "Aufbereitern" optisch aufhübschen lassen. Autohändler haben meist null Ahnung von Fahrzeugpflege.

    Da hier hoher Durchsatz und Zeit ist Geld vorherrscht, wird da auf die Schnelle alles kaschiert mit irgendeiner Füllpampe (Füllpolitur) und die Rotamaschine geschwungen, die dir auch noch schöne Hologramme reinhaut. Einen 100% defektfreien Lack bei Neuwagen gibt es nicht! Schau dir einfach mal mit entsprechendem Licht die ganzen Wägen in den Autohäusern an, da kommt einem das Grauen. Leider interessiert das viele Kunden nicht oder wird gar nicht wahrgenommen, aus Unkenntnis oder dem allgemeinen Usus "das ist ja normal".


    Eine richtige Aufbereitung/Defektkorrektur (gerade bei dunklen Farben), kann mehrere Hundert € kosten und dauert auch entsprechend 1-2 Tage. Wenn der Aufbereiter seinen Job ernst nimmt und versteht. Schnell mal drüberpolieren ist Effekthascherei, die Defekte werden oft mit entsprechenden Mitteln zugepampt und tauchen spätestens bei der nächsten Wäsche wieder auf.


    Ich verlinke mal zum Verständnis den Thread vom Fahreugpflegeforum, wo diverse krasse Beispiele von "Neuwagen" enthalten sind ;)

    Lackzustand Neuwagen


    Ich würde jetzt erstmal abwarten, ob der Händler die Defekte ordentlich beseitigen kann und würde den Lack dann im richtigen Licht genau inspizieren. Leichte Kratzer/Swirls würde ich jetzt nicht auf die Goldwaage legen, wenn der Lack ansonsten ordentlich aussieht. Diese kann man im Nachhinein durch eine Politur von einem Profi beseitigen lassen, wenn man Wert darauf legt.


    2000 € Minderung würde ich auch als zu hoch empfinden, wenn Lackieren nicht nötig ist. Wenn Lackieren nötig ist, ist das was anderes da kommen 5-800 € schon hin.

  • Wobei man sagen muss Wolle_75 wenn du denkst Hyundai Lacke sind dünn und mies, dann schau mal zu Mazda. 67 Mü Lackdicke......da wird man blass beim messen, dazu extrem spröde und dünn. Mein I30 in Engine rot war dagegen satt und dick lackiert. Das alle dünner lackieren ist zwar richtig, aber es gibt einige, die hier noch eins draufsetzen.


    Ich gebe dir aber recht, schwarz kauft man sich nur wenn man ein extremer Pflegemensch ist oder einem der Lack scheiß egal ist. Das ist die schlimmste und empfindlichste Farbe die man sich antun kann, selbst bei Handwäsche (meine Autos sehen im Leben keine Waschanlage) hast du immer mal feine Kratzer drin....schwarze Lacke wollen mit Sie angesprochen werden.


    Was ich auf den Bildern sehen kann ist ein schlechter Scherz, die Gewerkschaft der Kratzer ist gerade entsetzt das sowas überhaupt einer der Ihren sein soll. Wenn das Foto nicht sehr, sehr schmeichelhaft ist, dann ist das ein Kratzer den ich dir mit Finess it, Polierwatte und ein bisschen Zeit locker mit der Hand weg bekomme. Die "Kompetenz" des Aufbereiters mag ich etwas anzweifeln, wenn er sowas nicht rausbekommt. Ein Kratzer den man im Showroom gar nicht sieht, ist niemals so tief, als das man ihn nicht mehr raus bekommt, denn ist er so gravierend sieht man ihn IMMER. ;)


    Dafür die Tür lackieren lasse wäre so als würde man wegen einer losen Dachschindel das ganze Dach neu decken. Und mal ehrlich 2000 Euro Abzug dafür? Manchmal frage ich mich aus aus realistischen Einschätzungen geworden ist....


    LG Doc

    Lege dich nie mit Leuten an, die für ihre Feder von Rechts wegen einen Waffenschein bräuchten!

  • Wolle_75

    Danke für deine sehr hilfreiche Antwort!

    Ja, der Wagen ist schwarz, wie bereits mein Vorwagen (Golf 5), den ich 15 Jahre gefahren bin. Dass das eine schwierige Farbe ist, ist mir daher bekannt. Ich bin jetzt aber auch kein Autonerd, der groß auf Pflege achtet, weshalb mich so Mikrokratzer etc. auch nicht großartig stören werden bzw. ich diese auch in Zukunft eh erwarten würde. Die auf dem Bild zu sehenden, tieferen Kratzer bei einem Neuwagen sind für mich aber ein No-Go bzw. hätten vorher klar kommuniziert werden müssen..


    Das Auto sieht leider an mehreren Stellen so aus. Also Mikrokratzer fast überall, die sind aber halb so wild. Die etwas tieferen Kratzer wie hier auf dem Bild aber, auch wenn deutlich weniger als die Mikrokratzer, trotzden noch an mehreren Stellen, insb. an allen Türen.


    Der inhouse-"Aufbereiter", der hinten in der Werkstatt des Autohauses sitzt und bei dem der Wagen vor geplanter Übergabe zum "Aufhübschen" war, hat den Wagen auch durch die Waschanalge gejagt und wohl kurz drüber poliert. Genau dieser hat, nachdem ich die Kratzer identifiziert habe und der Verkäufe den Wagen schnell nochmal zu besagtem "Aufbereiter" gefahren hat, dann in 10 Minuten versucht diese schnell rauszupolieren. Das hat aber wie erwartet nicht funktioniert und sein Fazit war dann eben, dass man das wohl nur mit Lackieren beheben könnte.


    Die 2000€ Preisnachlass, die ich spontan vor Ort vorgeschlagen hatte, basierten daher auf meiner Annahme, dass ich diverse Kratzer auf mind. 4 Türen habe, die ich nur durch Neulackierung beheben könnte.


    Der Händler hat dann aber intern rumtelefoniert und ist zum Fazit gekommen, dass es da in einer anderen, spezialisierten Abteilung wohl noch andere/ bessere Möglichkeiten gibt, als die 10 Minuten Politur von dem Hinterhofaufbereiter. Dieser Vorgang dauert auch deutlich länger und passt zu dem von dir beschriebenen 1-2 Tage für eine "richtige" Aufbereitung.


    Bei einer "richtigen" Aufbereitung sollten die Kratzer dann aber hoffentlich nach der nächsten Wäsche nicht wieder aufpoppen, oder?


    Mal angenommen, der Händler bekommt die Kratzer durch eine richtige/ professionelle Aufbereitung/ Defektkorrektur behoben; siehst du hier denn dann trotzdem noch Grund für eine Preisminderung aufgrund Wertminderung (gesunkener Wiederverkaufswert aufgrund Lackausbesserungen)?


    Rubberrabbit

    Danke für deinen Input.

    Die 2000€ Preisnachlass, die ich spontan vor Ort vorgeschlagen hatte (ohne vorher irgendwie recherchieren zu können, kenne mich da auch null mit aus), basierten auf meiner Annahme, dass ich diverse Kratzer auf mind. 4 Türen habe, die man nur durch neu lackieren beheben kann. Das war nämlich die Einschätzung von dem genannten Hinterhof"aufbereiter". Zudem sagte er noch irgendwas von "schleifen", wodurch sich dann der Schwarzton vom Rest unterscheiden würde. Klang jedenfalls alles nicht sehr prickelnd..


    Diese Einschätzung scheint aber wohl nicht sonderlich professionell gewesen zu sein :mauer:

    Da hilft jetzt wohl nur abwarten und hoffen, dass die die Kratzer vollständig mit einer "richtigen" Aufbereitung korrigiert bekommen. Wenn das nicht funktionieren sollte, was wäre dann aus deiner Sicht eine realistische Preisminderung? Ich muss ja irgendwie einen Wertverlust berücksichtigen. Wenn man das Auto mal wieder verkaufen möchte und offensichtlich ist, dass der Lack bearbeitet wurde, könnte das ja auch relevant werden.

  • Du fragst jetzt ernsthaft ob es einen Wertverlust gibt, wenn der Händler seiner Pflicht nachkommt und die Kratzerchen beseitigen lässt? Welcher Verkaufswert soll sich denn mindern, wenn man nichts sieht? Offen gesagt klingt das eher nach "ich will aber was herausschlagen, egal wie es behoben wird". Aber ja ich verstehe, man kauft sich ein Auto mit dem Gedanken "hoffentlich bekomme ich in 5 - 10 Jahren beim Wiederverkauf den Maximalwert", bei der Entwicklung auf dem Automarkt, werden ausgebesserte Kratzer dein geringstes Problem sein, speziell wenn du es mit Pflege eh nicht hast. Ach ja...der Deutsche, ist schon manchmal ein komisch Getier.


    Ich würde mir da keine Gedanken machen, den Händler arbeiten lassen, so lange bis du zufrieden bist. Und wenn das geregelt ist, dann fahre einfach zufrieden dein Auto. So lange nichts geregelt ist, nimmst du das Fahrzeug einfach nicht ab. Aber von Anfang an mit Abzügen daher zu kommen, die man herausschlagen will, ist ein schlechter Weg und schlägt oft Türen zu.


    Zudem (mal ehrlich) das Problem in Zukunft wird eher das Alter der Modellreihe und der Motor sein, das wird deinen Wiederverkaufswert massiv nach unten drücken, nicht ein "Verschleißteil" wie der Lack :)


    Lg Doc

    Lege dich nie mit Leuten an, die für ihre Feder von Rechts wegen einen Waffenschein bräuchten!

  • Hatte die Frage auch auf Reddit gestellt, und dort schreien alle, ich solle vom Kaufvertrag zurücktreten. Zitat: "Beim Verkauf wirst du damit immer Probleme haben. Jeder wird dir einen Unfall unterstellen, weil der Lack an mehreren Stellen ausgebessert wurde."


    Die Einschätzungen dort ("jeder wird dir einen Unfall unterstellen") hielt ich aber jetzt auch für leicht übertrieben - dennoch einen Wertverlust nicht für unrealistisch, da nicht mehr Orginalzustand. Aber ich habe wie gesagt auch keinen Plan davon, habe mich zuvor nie mit Autos befasst und bin 15 Jahre glücklich Golf 5 gefahren, bis ich den leider geschrottet habe. Ich will auch nichts an zusätzlichem Geld herausschlagen, sondern einfach nur nicht mit einem Nachteil ggü. einem von Anfang an mangelfreien Neuwagen aus der Sache herausgehen.

  • Weißt du wie viele Neuwagen beim Händler oder beim Werk nochmal nachgebessert werden, da bei Transport oder im Werk was in die Hose gegangen ist? Es ist ja keine Schande wenn man sich da nicht auskennt, man kann nicht alles wissen und manche Dinge sind auch einfach nicht wichtig fürs Leben. Reddit....ist sowieso keine gute Wahl, da wird immer von Möchtegern Experten herumgepöbelt, hilfreiches bekommt man da fast nie. Ich kann auch verstehen, dass man sich da teilweise etwas verrückt machen lässt.


    Und wer soll das beim Wiederverkauf wissen, wenn das Auto ganzheitlich Waschanlage bekommen hat? Sollte der Lackierer sich nicht dumm anstellen und die Farbtöne im Harlekin Style lackiert worden sein, wird niemand danach fragen. Zudem.....ist es ein Unterschied ob etwas nachlackiert wurde oder gleichzeitig noch gespachtelt wurde. Bei Beulen, Dellen oder Unfällen würde ich ja jedem recht geben, denn selbst wenn man nichts mehr sieht, waren die Ausbesserungen erheblich. Aber Nachlackieren wegen einem Kratzer? Da fragt doch niemand danach, dass machen die Gebrauchthändler doch teilweise selbst, dass sie Steinschläge ausbessern bei Gebrauchtwagen für den Wiederverkauf. Da kommt ja auch niemand und sagt "oh...die Motorhaube sieht aber gut aus.....dafür will ich jetzt aber Preisnachlass". Eher das Gegenteil!


    Und die ominöse Lackdickemesserei.....welcher Privatkäufer oder Händler macht denn sowas, wenn das Auto nicht explizit nach Unfall aussieht? Kein Mensch! Selbst dann....gibt es Marken die unterschiedlich dick lackieren, hier hat das Dach eine andere Dicke als die Kotflügel etc., einheitlich ist doch ein Märchen. Ergo? Lass den Händler machen, so lange bis es passt. Gibt er dir ein Goodie dazu wie einen Gutschein für die Werkstatt, voller Tank oder noch was fürs Auto dazu, dann ist das gut, wenn nicht eben auch. Nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird.


    Und wenn dein Gefühl all zu schlecht ist und deine Aufforderung zur Nachbesserung nicht zu deiner Zufriedenheit ist, dann gibts immer noch die Möglichkeit den Kaufvertrag rückgängig zu machen wegen Nichterfüllung. Und beim Autokauf jemanden mitzunehmen, wenn man selbst recht unbedarft ist, der sich gut auskennt ist keine Schande und ein guter Ratschlag für die Zukunft.


    LG Doc

    Lege dich nie mit Leuten an, die für ihre Feder von Rechts wegen einen Waffenschein bräuchten!

  • Mein Gefühl ist nach euren Einschätzungen jetzt jedenfalls deutlich weniger schlecht als zuvor, danke. Ich warte jetzt mal ab, ob sie die Fehler korrigiert bekommen und wenn ja, dann scheint ja alles gut zu sein. :thumbup:

  • Nachlackierungen an einem Neuwagen würde ich persönlich nicht unbedingt wünschen, auch nicht mit einem Preisnachlass.


    Was mit dem Wagen vor Auslieferung, im Werk, auf dem Transport schon alles passiert ist, weiß man ja sowieso nicht, aber da ist es wie so oft, was man nicht weiß, macht einen nicht heiß. Und hätte der Händler die vorhandenen Kratzer bereits vor der Übergabe irgendwie rauspoliert, kaschiert, dann wäre die Welt für Dich ja auch in Ordnung gewesen, jedenfalls bis die Kratzer nach ein paar Wochen evtl. wieder aufgetaucht wären.


    Hoffe einfach auf eine vernünftige Nacharbeit und Aufbereitung des Händlers und werde auch mit Deinem Hyundai die nächsten 15 Jahre glücklich.

    Alle Menschen sind klug - die einen vorher, die anderen nachher.

  • Habe eine Rückmeldung vom Händler. Man hat das gesamte Auto nun "richtig" aufbereitet, mit irgendeiner Schleifpoliertechnik, also nicht so eine 10 Minuten Sache. Alle Mikrokratzer sollen weg sein, sowie der Großteil der kritischen Kratzer. An 2 Stellen hat man es aber wohl nicht ganz weg bekommen und müsste neu lackieren, wenn ich das will, ansonsten 800€ Minderung geboten. Händler hat versucht, die Restkratzer auf Fotos festzuhalten, erkennt man aber wohl nicht auf den Fotos, egal wie er es versucht (was ja gerade ein gutes Zeichen ist).


    Ich werde mir das am Freitag anschauen und dann entscheiden. Denke aber, damit kann ich leben und nehme lieber die 800 € Minderung statt Lackierung, wenn es wirklich so unkritisch aussieht, wie vom Händler beschrieben.


    Erste Rückmeldung von einem Hyundai Händlern bzgl Kostenschätzung zur Lackierung einer Vorder- und einer Hintertür übrigens: "grob geschätzt und überschlagen werden wir hier wahrscheinlich zwischen 2000-2800 Euro liegen. Je nachdem, ob beim Ausbau der Anbauteile (Außenspiegel, Schachtleisten etc.) Beschädigungen entstehen."


    Also schon echt teuer der Spaß. Wobei ich die Anmerkungen mit den Beschädigungen seltsam finde.

  • Naja das ist aber in der heutigen Zeit realistisch! Hättest du meine Farbe, würde die Stoßstange allein 2500 kosten, Motorhaube sind grob geschätzt 3800 Euro zu veranschlagen, wenn sie komplett lackiert werden müsste. Kranke Zeiten.....aber das wird sich wohl nicht mehr in eine andere Richtung entwickeln. ;)


    LG Doc

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  • Hoffen wir mal, dass Du ein selten so gut aufbereiteten Neuwagen zu sehen bekommst und lasse ihn einfach mal so auf Dich wirken, als wüsstest Du nichts von den "Kratzern".

    Dazu 800€ als Nachlass finde ich persönlich insgesamt eine gute Lösung, gerade weil ich persönlich es nicht so schön finden würde, wenn mein Neuwagen schon wieder teilzerlegt und nachlackiert wird, wer weiß wie zufrieden man danach mit der Lackierung ist und was am Fahrzeug dabei alles beschädigt wird. 8)


    Rubberrabbit

    Ist ein paar Tage her, aber ich habe mal meinen damaligen BMW E21 im Originallack, hennarot, komplett neu lackieren lassen und damals 500 DM bezahlt, teilzerlegt hatte ich damals selbst. Ok, war so eine Art Freundschaftsdienst, aber in einer richtigen Lackiererei mit Kabine, Ofen usw., nix mit mal eben in der Garage oder so und der Lack war ein Traum. Muss so um 1988/89 gewesen sein.

    Alle Menschen sind klug - die einen vorher, die anderen nachher.

  • Laaange her - und dieses Preisniveau kommt niemals nicht wieder... X/


    Rubberrabbit

    Haben auch das Engine Red und ich habe mich - just nach dem jüngsten Waschanlagen-Besuch übrigens ;) - erst wieder daran erfreut, dass der auch nach knapp 2,5 Jahren und ohne jegliche sonstige Lackpflege immer noch neuwagenmäßig glänzt 8) Kann also über den Hyundai-Lack bislang auch absolut nicht meckern.

  • 600€ - unter Freunden - & 1 Woche ohne Auto kostet mich mein Streifschuss an der Leitplanke auf der Autobahn im Januar. Hatte Glück, hätte auch ein Totalschaden werden können.

    Kotflügel hinten rechts wieder schick machen plus Tür beilackieren. Im Autohaus meinten sie was von über 2 k€.

  • mick-dundee

    Ja jetzt stell dir mal vor wie mein Engine Red nach 2.5 Jahren Handwäsche und regelmäßig wachsen aussah?! :D Die Lackierung war wirklich erstklassig. Dicker Klarlack, satter Farbauftrag, da konnte man nicht meckern. Nach 36.000 Kilometern hatte ich kaum Steinschläge und leichte Kratzer gingen kinderleicht aus dem Lack. Der beste Lack, den ich in den letzten Jahren mein Eigen nennen durfte. Vor allem war der Lack nicht so spröde, der blätterte nicht sofort ab wenn ein Steinchen kam. Das hinterließ seine Spuren, aber keine vernichtenden.


    LG Doc

    Lege dich nie mit Leuten an, die für ihre Feder von Rechts wegen einen Waffenschein bräuchten!

  • Ich habe den Wagen Freitag abgeholt. Sie haben auch die übrigen Kratzer i.W. noch wegbekommen (Chef war nicht zufrieden und hatte die nochmal dran machen lassen). Hab den Wagen jetzt ohne Preisminderung abgenommen.

  • Na dann aber jetzt viel Spaß damit und gute Fahrt

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