(GB) Bremsbeläge nach 10.000 km nahe der Verschleißgrenze

  • Letztes Jahr habe ich an meinem i20 GB (Bj. 2015) vorn und hinten die Bremsscheibe und die Bremsbeläge erneuert. Heute 57a Prüfung gemacht (nach 1 Jahr und ca. 10.000 km) und obwohl 57a Prüfung bestanden ist, bekomme ich Bemerkung:


    1.1 Mechanischer Zustand und Funktion /1.1.13 Bremsbeläge und Bremsklötze

    Bemerkung: Belag oder Klotz nahe der Verschleißgrenze hinten (leichter Mängel).


    Ich fahre meistens Kurzstrecken (70% Stadt, 30% Autobahn, Landstraße) und verstehe, dass die Bremsbeläge dabei schnell verschleißen, aber erst nach 10.000 km bin ich etwas überrascht. Ist das normal oder etwas mit andere Teile (Bremssattel usw.) nicht in Ordnung ist?


    Auch finde ich ein bisschen verwirrend dass letztes Jahr (mit Bemerkung dass Bremsen vorn und hinte abgenutzt sind), Wirkungswerte wie folgend:


    Achse 1 ( vorn): L 2,71 R 2,73

    Achse 2 (hinten): L 1,75 R 1,90


    Nach Tausch und heute

    Achse 1 ( vorn): L 2,13 R 2,15

    Achse 2 (Hinte): L 1,80 R 1,48


    Bremsscheiben und Bremsbeläge von BOSCH wurde montiert.


    Vielen Dank im Voraus für Ihre Tipps und Ratschläge

  • Bist du evtl. ein kleiner 'Nervösbremser'? So nenne ich Leute, die eigentlich viel zu nah auf den Vordermann auffahren und deswegen ständig auf der Bremse stehen müssen.

    Seit 16.11.24:

    i30 N-Line Kombi MY25 in Shadow Grey und mit Schiebedach.

    :]

  • Manchmal mache ich das, zum Beispiel an der Ampel, aber nicht stark. Das darf aber nicht zu schnellem Verschleiß führen. Auch im Stadtverkehr soll nach meinen Informationen die vordere Bremse stärker belastet werden.

  • Manchmal mache ich das zum Beispiel an der Ampel

    Nee, da geht es schon ums Fahren, nicht ums Stehen an der Ampel.

    Bremsen verschleißen halt schneller, wenn man sie oft benutzt.

    Ich halte zB auf der Autobahn oder Landstraße immer so viel Abstand zum Auto vor mir, dass ich Geschwindigkeitsunterschiede meist damit regeln kann, indem ich einfach den Fuß vom Gas nehme. :)


    Aber ich sehe echt sehr häufig Leute, die mit 10m Abstand hinterher fahren. Da geht das nicht, die müssen dann quasi immer bremsen.

    Seit 16.11.24:

    i30 N-Line Kombi MY25 in Shadow Grey und mit Schiebedach.

    :]

  • xysvenxy

    Das nennt man vorausschauend fahren, sollte eigentlich in der Fahrschule gelernt werden, aber ich habe den Eindruck, das die wenigsten das umsetzen können. Was wiederum deinen Eindruck bestätigt.


    engineblock1

    Beobachte mal, ob du den Fuß richtig von der Bremse nimmst und wie oft du bremst.

  • Ich würde den Verdacht eines Mangels/Defekts daran festmachen, wie lange Bremsen ansonsten bei dir gehalten haben. Im Idealfall natürlich beim gleichen Auto und beim gleichen Fahrer(-kreis) bzw. Fahrverhalten.


    Ich muss mich z.B. zum Bremsen selbst ermuntern, da mir die Bremse sonst wegrostet. Also habe ich in meinen extrem effizienten Fahralltag einen Bremsttage pro Woche eingebaut. Zudem meide ich z.B. ATE Ceramic, die ist zu weich um leichten Rost von der Scheibe zu bekommen, verschleißt daran aber nur vorzeitig.


    Binnen 10.000km die Klötze so sehr zu verschleißen ist aber auch meinem Gefühl nach zumindest mal sehr schnell. Den entsprechenden Fahrstil will ich mir da nicht vorstellen. Das wäre ja quasi digitaler Fahrstil. 😂

  • Ich würde den Verdacht eines Mangels/Defekts daran festmachen, wie lange Bremsen ansonsten bei dir gehalten haben. Im Idealfall natürlich beim gleichen Auto und beim gleichen Fahrer(-kreis) bzw. Fahrverhalten.

    Die erste Bremsanlage hat 63.000 km gehalten. Die Vorbesitzerin hat weder die Bremsscheiben noch die Beläge gewechselt (sie ist wohl meist Langstrecke gefahren). Ich hatte das Auto mit 52500 km gekauft und bei 63.300 km vorne und hinten erneuert (hier ist auch interessant, dass die 57a Prüfung (bei 63.300km) bestanden wurde, es war aber nur eine Bemerkung und ich hatte mich entschieden die Bremsen besser zu erneuern).

  • 1.) Evtl. stimmt es gar nicht so, das sie an der Verschleißgrenze sind. Wurde das Thema danach besprochen? Hat er es Dir gezeigt?
    2.) Wenn es doch so ist, dann wurden die Bremsen nicht korrekt / vollständig gereinigt und der Sattel ist zu stramm. Ich hatte es beim 2018er, das der Gammel/Dreck erst beim Demontieren des Sattels sichtbar wurde. Danach gingen die Klötze ganz leicht rein. Das gründliche reinigen kostet eben Zeit und macht Aufwand. Der Wagen ist immerhin 9 Jahre alt.

  • Mein i20 GB aus 2016 mit 73.000 km hat noch die originale Bremsen. Da muss was anderes faul sein.

    Das Pferd wird es immer geben, Automobile hingegen sind lediglich eine vorübergehende Modeerscheinung.

    [Der Präsident der Michigan Savings Bank], 1903

  • Zitat

    1.) Evtl. stimmt es gar nicht so, das sie an der Verschleißgrenze sind. Wurde das Thema danach besprochen? Hat er es Dir gezeigt?

    Nein, am Ende der Prüfung hat der Techniker nur einen Bericht abgegeben, obwohl ich diese Bemerkung gesehen hatte. Ich werde auch die Bremsen in der Fachwerkstatt überprüfen lassen.


    In Österreich zumindest nach meiner Erfahrung oft ÖAMTC prüft das Auto viel strenger und manchmal enteckt Probleme, die es nach Meinung anderer Werkstätten nicht gibt. Vor einem Monat hatte ich beim ÖAMTC Urlaubsfit check, Techniker dort sagte ich muss unbedingt Keilrippenriemen wechseln (laut Hyundai Wartunsplan: nach 160.000km). Ich bin sofort in eine Werkstatt und der Mechaniker dort sagt mein Keilrippenriemen ist in Ordnung und ich brauche ihn nicht zu wechseln.


    Aber wie ich auch geschrieben habe, zeigt der Wirkungswert auch, dass die neuen Bremsen mit weniger kN wirken als die alten "abgenutzte" Bremsen.

  • Aber wie ich auch geschrieben habe, zeigt der Wirkungswert auch, dass die neuen Bremsen mit weniger kN wirken als die alten "abgenutzte" Bremsen

    Das ist durchaus möglich. Schließlich müssen sich die Beläge und Scheiben erst aufeinander anpassen. Spätestens nach 200 km sollte der Wert wieder im Bereich der „abgenutzten“ Bremse liegen oder sogar darüber.

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