Tempolimit auf der Autobahn - Ja oder Nein

  • Ich muss schon sagen, sind doch viele recht ungechillt hier. Wie ich schon ein paar Mal schrieb ist ein Tempolimit meiner Meinung nach die logische Konsequenz, wenn man nun mal unsere Umweltpolitik und die Förderung der E Mobilität sieht. Ich persönlich fahre auch gern mal schnell, aber ich könnte mit einem Tempolimit leben. Denn wie ich schon schrieb wird das stumpfsinnige schnelle geradeaus fahren auf der AB doch ziemlich langweilig, und mit der Dummheit der anderen muss man auch immer rechnen. Ich fahre seit dem letzten Jahr auch immer recht viel Ab zwar immer nur relativ kurze Stücke (8-50km am Stück), es ist aber die A72 zwischen Chemnitz und Plauen. Wer die kennt wird mir Recht geben, dass hier der englische Linksverkehr vorherrscht. Muss sagen bin da echt relaxt, wenn da nunmal die Geschwindigkeit nicht beschränkt ist und Links alles 110-120 fährt, dann fahre ich nach rechts wenn da alles frei ist kann ich doch vorbei fahren mit 130-140. Das ist doch kein rechts Überholen, letztens habe ich beim 8. Fahrzeug an dem ich rechts vorbeifuhr aufgehört zu zählen. Jedenfalls habe ich mich nach 3-4 Minuten auf der rechten Spur wieder links eingeordnet.
    Auch wenn ich mal richtig schnell unterwegs bin mit Vmax, dann sieht man doch eigentlich wer gleich rüber zieht oder wer auf der rechten Spur ist, selbst hier auf unseren Gebirgsautobahnen, man geht da halt auch schon früher vom Gas und rauscht nicht wie ein Irrer ran um dann voll zu ankern. Dann das fordert beim Vordermann den Oberlehrer heraus, wie ich schon feststellen musste wenn man dann doch mal etwas mit zuviel Schwung ankam. Und wenn trotz allem dann doch mal einer nicht rüber fährt, dann gibt's immer noch die englische Variante.
    Ich finde es eben nicht nur schlimm wenn Leute nicht rechts fahren können, nein ich finde es eben auch schlimm wenn die vermeintlich schnellen meinen die AB müsste für die langsameren Linksfahrer gesperrt werden. Auch aus dieser Sicht würde ein Tempolimit auf beiden Seiten alles etwas angleichen.
    Ich rege mich über sowas nicht mehr auf, ein Grund ist wohl das ich etwas relaxter geworden bin, aber der Hauptgrund ist wohl das ich wie zB hier von den vermeintlichen super schnellen Fahrern lese wie sie doch eigentlich nur ihre Probleme sehen. Das zeigt einfach das der Egoismus auf beiden Seiten sehr groß ist. Und eben die Leute nicht mit der ihnen zugestandenen Freiheit umgehen können, denn nach wie vor haben wir eine Richtgeschwindigkeit.

  • Moin,


    Wagen mit 10 l Spritverbrauch ist aber auch schon recht versoffen. Bei den gleichen Fahrleistungen kommt ein Elektrofahrzeug sicher nicht mit den 14kWh hin.

    Stimmt!

    Was den Verbrauch an geht..egal wie die Antriebsart ist, je langsamer, um so sparsamer ist man immer unterwegs.

    Yo, nur im Stadtverkehr zum Beispiel ist der Stromer im Vorteil...


    An sonsten kann ich es gut vergleichen:
    i30 1.4 Kombi: Autobahn 120/130; da nimmt er sich seine guten 7 Liter. Sind bei 1,40/Liter >>9,80 Euro
    Bei 150 sind es schon knappe 8 Liter.
    Ioniq: Autobahn 115/120 (bei 0 Grad Außentemperatur, wenn's wärmer wird, isses merklich weniger): 18kWh/100km. Bei 26,5Cent/kWh (Hausstromtarif) sind das 4,77 Euro. Wenn ich schlecht rechne (Maingau mit 35 Cent/kWh) sind es 6,30 Euro/100km.
    Da ich in der glücklichen Lage bin, diverse kostenlose Ladesäulen auf der Strecke zu haben, hat mich die letzte Tour Magdeburg-Leipzig-Magdeburg satte 3,71 Euro gekostet. ;) Dafür muss man aber 2 Mal einen Ladestopp (einmal 5 Minuten, einmal 25 Minuten, die wir mit einem Einkauf verbunden haben) einlegen.
    Ich mag den Stromi..... :bang:


    Grüße
    Torsten
    PS: Ich brauche trotzdem kein Tempolimit! Weil, ich MUSS NICHT so schnell fahren. :freu:

    Geht nicht gibts nicht: kann nicht bedeutet: Faul!

  • Auf BAB gilt Richtgeschwindigkeit 130 km/h, warum sollte man da mit max. 120 dahinsiechen?
    Aber davon ab, hast du schon einmal nachgerechnet wann sich der Mehrpreis für den Stromer amortisiert?
    Wer schon 4, 5, 6 € Kosten pro 100 km ins Feld führt, kann doch bestimmt auch praxisbezogene Aussagen bezüglich eines vergleichbaren Verbrenners machen.
    Bin echt gespannt.

  • Moin,


    auch wenn es OT ist....
    Der Stromi kommt mich nicht teurer als mein Fabia, den ich vorher hatte und er ist etwas günstiger als der i30.
    Der Fabia hatte Kilometerkosten (inklusive Wertverlust, Durchsichten, Versicherung, Steuern und Benzin) von 41 Cent/km.
    Der Stromi kommt auf 42 Cent/km, wenn ich die ganzen kostenlosen Ladungen NICHT berücksichtige.
    Der i30 landet bei 46 Cent/km.
    Das Paradoxe dabei: Je mehr ich mit dem Stromi fahre, um so günstiger wird er im Vergleich.
    Alleine für die Kfz-Steuer des i30 (88 Euro) fahre ich mit dem Stromi gut 2.000km....


    Grüße
    Torsten
    PS: Mit 120 "siecht" man auf der A14 und der A2 nicht wirklich rum. Da überhole ich immer noch genügend andere Autos. Und die Fahrzeit ist bei 120 auch nicht wirklich länger als bei 130.

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  • Moin,


    1. muss man nicht bei Ionity laden und
    2. gilt dieser Preis nur für das AdHoc-Laden.
    Wenn ich meine Maingau-Karte nutze, dann zahle ich auch an einer Ionity-Säule nur die 35 Cent/kWh an Maingau.


    Grüße
    Torsten

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  • Das glaub ich allerdings nicht ;)
    Dazu kommt auch noch der Zeitfaktor, in Deutschland ist Zeit eben Geld.

    Das Argument mit der Zeit kommt immer wieder, stimmt aber auch nur zum Teil. Sicher bin ich auf einer Langstrecke mit 180 km/h wesentlich schneller als auf der gleichen Strecke mit 120 km/h. Wenn man aber bedenkt, daß man gerade auf einer langen Strecke selten das fahren kann, was man gerne möchte, so ist der Zeitvorteil meist minimal im Verhältnis zu dem Streß und den Mehrkosten bei Verbrauch und Bremsen.


    Außerdem ist Zeit ja nicht immer Geld. Wenn ich am Sonntag Abend nach Hause fahre, dann ist es egal, ob ich dafür 10 Minuten mehr brauche oder nicht. Unter der Woche bin ich eh meist auf geschwindigkeitsbeschränkten Strecken unterwegs, da ist es schlicht egal.


    Als Zweitwagen würde ich mir heute schon einen Stromer oder zumindest einen Hybrid zulegen. In wenigen Jahren fällt das Urteil sicher noch eindeutiger aus. Für den Zweitwagen bräuchte ich nämlich auch keine große und teure Batterie......aber vielleicht reicht dann sogar ein Elektroroller oder so.....

    Ein Auto das nicht fährt, ist nichts wert......

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  • Ich habe seit 4 Jahren einen Elektro-Scooter, aber der ist für die Autobahn zu langsam. Dafür habe ich ihn allerdings auch nicht vorgesehen! Nur für die City.
    Es gäbe aber auch BAB-taugliche E-Scooter.

    Jedes Ding hat drei Seiten: Eine die ich sehe, eine die du siehst, und eine die wir beide nicht sehen.....

  • Das ist auch eine Möglichkeit.


    Ich verstehe auch nicht, warum man so eindeutig für oder gegen Elektrofahrzeuge sein muß. Sie haben Vor- und Nachteile, je nach Verwendungszweck. Je leichter die Fahrzeuge sind, und je kürzer die geplanten Strecken, um so eher kommt der Elektroantrieb als Sieger vom Platz....
    Bei den Fahrrädern ist der Siegeszug der Elektrofahrzeuge jedenfalls voll im Gange. Gut, da gibt es auch nur die Muskeln als Konkurrenz.....hat ja nicht jeder. :todlach:

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  • Ich muss schon sagen, sind doch viele recht ungechillt hier.

    Aber hallo!?


    Hier geht es um die Darstellung des eigenen Egos, um das Bild was man von sich hat und welches um jeden Preis nach aussen transportiert werden muss! Wie um alles in der Welt kann man da gechillt sein?

  • Schlicksurfer
    Ich glaube du bist der Einzige hier, der ein Ego Problem hat. Wie kann man immer wieder so einen Bullshit von sich geben, mach dir wenigstens die Mühe, und verpacke es in einer konstruktiven Meinung. Dumm blubbern kann hier jeder, aber das liegt bei dir wahrscheinlich an den nicht vorhandenen sozialen Kompetenzen.

  • Da fällt mir ein: Ich hole jedes Jahr beim Großhändler einen Großkarton Tempo-Taschentücher für die Wintersaison. Darf ich denn bei einem Tempo-Limit mit den vielen Tempos im Kofferraum überhaupt noch auf die Autobahn? Wenn ja - bei wievielen Tempos liegt denn das Limit? Ich habe immer 100 Packungen a 10 Stück geladen, also 1000 Tempos. Bin ich damit schon über dem Tempolimit? Ich bin verzweifelt - bitte helft mir. :D

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  • Servus Torsten und vielen Dank für deine Zahlen.


    Habe gerade meinen ix35 durchgerechnet und komme auf 35 Cent bei 10 und 31 Cent bei 14 Jahren Nutzungsdauer. So lange (14) hielt mein letzter Mercedes, das wird der Hyundai wohl nicht schaffen. 10 Jahre scheinen aber nach derzeitigem Stand realistisch. Heftiger Unterschied zum Stromer, obwohl dieser subventioniert ist und ich bei meinem Diesel im Mittel mit 10l/100km gerechnet habe. Harter Tobak. Weniger Anhängelast, größere Brandgefahr und im Schnitt viel langsamer auf der BAB bei gleichzeitig erhöhten Kosten. Ein E-Mobil werde ich zu meinen Lebzeiten wohl nicht mehr fahren. Es macht für mich weder aus Spaßgründen Sinn noch aus rein praktischen und wirtschaftlichen.

  • Ich hoffe, daß ich so alt werde, daß ich noch selbst in den Genuß eines Elektrofahrzeugs komme. :todlach:
    Es muß ja kein Tesla sein. Wer einmal ein Elektrofahrzeug gefahren ist, und den ansatzlosen Vortrieb genossen hat, der kann darin durchaus auch sportliche Aspekte sehen. Die schnelle Entleerung der Batterie lassen wir da mal lieber weg....
    Mein Tempolimit liegt vermutlich recht hoch, denn nach Werksangabe passen bei mir ja dachhoch 1650 l in den Kofferraum. Angesichts des serienmäßigen Trennnetzes ist das Tempo dann auch noch sicher zu fahren und liegt hier am oberen Ende. :freu:
    Ich habe mich bisher immer gefragt, wofür mein Wagen einen Tempobegrenzer hat. Ich hatte den nur einmal versehentlich bei der Probefahrt eingeschaltet, und wurde dann zum Verkehrshindernis. Den kann ich nach Einführung des Tempolimits ja generell aur 135 km/h einstellen (mein Tacho geht da 4km/h vor). Hyundai ist schon seiner Zeit voraus..... :sauf:

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  • Ganz einfach, ich bin nicht dafür. Man würde vielmehr für die Umwelt tun wenn man auf die Produktion von Palmöl verzichtren würde. Dafür werden Urwälder abgeholzt und die BRD ist einer der größten Abnehmer dieses Dreckszeugs, aber davon will die Politik und die Industrie nichts wissen, aber diese Länder sind ja ganz weit weg von Uns.


    Vielleicht ist Euch ja auch schon mal aufgefallen das meist nur der dumme Steuerzahler die Zeche zahlt.

    Gruß Axel


    E-Autos, die Prophezeiung für Umweltidioten
    Ich fürchte keine Kreatur ausser einer.......den Menschen, und zur Zeit die Grünen.=O

  • Palmöl ist qualitativ nicht schlechter als andere Öle, aber das mit der Abholzung in Fernost stimmt ja leider; letztlich auch, daß das beispielsweise in fast allen Süßigkeiten vorhanden ist. Der Grund liegt einfach beim Preis....
    Aber es ist immer einfach, etwas abzulehnen, nur weil andere Dinge noch schlimmer oder viel schlimmer sind. Man muß auf allen Ebenen etwas tun, insbesondere dann, wenn es keine wesentliche Beeinträchtigung der Lebensqualität bringt.
    Wenn man diesen Gedanken aber zu Ende spielt, müsste man neben der Geschweindigkeitsbegrenzung beispielsweise umgehen Elektrofahrräder verbieten. Diese sind schlecht für die Gesundheit (man benutzt ja die Muskeln weniger), sie benötigen Energie, letztlich auch für die Herstellung der vielen Akkus, und die Entsorgung ist auch problematischer. Außerdem sind sie teurer und schwerer....
    Schon das eine Beispiel zeigt, daß es bei der Geschwindigkeitsbegrenzung weniger um die objektiven Gründe geht, sondern eher um die Durchsetzung einer Ideologie.

    Ein Auto das nicht fährt, ist nichts wert......

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  • Wie sollte ein Politiker oder aber auch "Experte" jemals die Zeche zahlen? Diese Klientel produziert nichts, kann demnach nur anderer Leute Geld verprassen.


    Trump sagte letzt, er wolle 1 Billion Bäume pflanzen - natürlich nicht er selbst, er lässt pflanzen. Recht hat er dennoch, denn das macht Sinn! Hat man so etwas je aus dem Munde der Lordklimakanzlerin Merkel vernommen? Kann man von einer Kanzlerin wohl nicht verlangen. Frei Thoma: Sie war Physikerin und auch sonst von mäßigem Verstand.

    Lokal kaufen würde nicht nur weniger LKW-Verkehr bedeuten, sondern auch den Verkehrsfluss beschleunigen. Tempolimit dann obsolet. Wald ist bereits seit Jahren im Zuwachs, wird jedoch für Spargelräder gerodet. Deutschland hat Fachkräftemangel - ja, besonders in der Politik.

  • Das sind zum Teil allgemeine Anschuldigungen, die so nichts bringen. Der Zuwachs an Wald liegt in erster Linie darin, daß dieser oft wegen der gesetzlich vorgeschriebenen Ausgleichsflächen gepflanzt werden muß. Gleichzeitig geht aber das Ackerland zurück....und wir müssen mehr einführen....
    Kürzere Wege sind immer ökologisch besser. Was nützt es aber, wenn die Verbraucher trotzdem lieber die Erdbeeren im Januar aus Ägypten kaufen?
    Übrigens sagt die Waldfläche noch nicht soo viel aus. Es kommt auf die Art der Wälder an, auf das Alter der Bäume, und auf deren Zustand. Da sieht es bei uns derzeit nicht so gut aus.
    Ich verwehre mich übrigens gegen die Kritik an Physikern.....schließlich fühle ich mich als Maschinenbauer da auch ein wenig mit angesprochen. :dudu: :D

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