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Fahrsteiger

Schüler

  • »Fahrsteiger« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 76

Wohnort: Berlin

Beruf: Kraftfahrer

Auto: Hyundai I10

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1

Sonntag, 26. Juni 2011, 17:55

Quietschende Rückleuchte

Bei meinem I10 fällt mir seit einiger Zeit auf, daß die rechte Rückleuchte bei jeder Bewegung des Fahrzeugs knackende und quietschende Geräusche von sich gibt. Bei näherer Betrachtung fällt auf, daß das Gehäuse an einer Stelle rechts direkt an der Karosserie anliegt und dabei ist, den Lack kaputt zu schuppern. Links ist das Gehäuse unter anderem mit drei Schrauben befestigt. Bei einem ersten Test habe ich die oberste Schraube gelöst, einen Radiergummi als Abstandshalter oben zwischen Rückleuchtengehäuse und Karosserie gesteckt und die Schraube wieder angezogen. Ergebnis: Rückleuchtengehäuse berührt an der rechten Seite nicht mehr die Karosserie und es herrscht Ruhe.

Da ich sowieso noch mal zum Hyundaihändler musste, teilte ich ihm meine Beobachtung mit, aber der meinte nur, das Quietschen wären Kunststoffteile im Innenraum, die Rückleuchte wären das nicht, es müsse Zufall sein, das es mit Radiergummi leiser ist.

Aha. Schon klar. Wenn man also einen Radiergummi hinter die Rückleuchte steckt, hört auch ein schabendes Plastikteil in der hinteren linken Tür auf, Geräusche zu machen, und das jedes mal. Vermutlich hat das was mit dem Thema interne Kommunikation und Vernetzung einzelner Bauteile zu tun...

Ok, wenn das schon mit solchem Blödsinn losgeht, dachte ich, versuche ich es woanders. Also ein zweiter Händler. Der meinte: "ja klar, hört man, außerdem drückt die Leuchte auf die Karosse... ok, lassen Sie den Wagen hier, wir nehmen die Stoßstange ab und prüfen die Ausrichtung, dauert mehrere Stunden". Ich sagte, das wäre nett, aber mir würde ein einfachter Gummiring schon reichen, der zwischen Rückleuchtengehäuse und Karosserie gesteckt wird, ich habe halt nur keine davon zuhause, und ein Radiergummi wäre halt doch nicht der Weisheit letzter Schluss. Der Typ sagte, nein, das gehe nicht, dann steht alles unter Wasser, wir nehmen alles auseinander.

Dazu sei gesagt, daß das Rückleuchtengehäuse mittels Schrauben über Kunststoffgewinde, die sich hinter den Bohrungen im Blech befinden, befestigt wird, und zwar derzeit direkt ohne Dichtungsringe etc.. Finde ich sowieso erstaunlich, da sich die Bohrungen für die Schrauben des Rückleuchtengehäuses genau im "Abflusskanal" für abfließendes Regenwasser zwischen Dach und Heckklappe befinden und derzeit bei einem starkem Schauer sowieso Wasser ins Innere lassen könnten (eben mangels Abdichtung). Der Werkstatttyp wusste daraufhin keine passende Antwort und stammelte was von: "ja...äh... wenn die Konstruktion so jetzt ist, dann ist das auch richtig so, sonst wäre sie anders.."

Warum ein nachträglich eingesetzter Dichtungsring (also ein Ring, dessen Funktion unter anderem sein soll, etwas abzudichten) zwischen Gehäuse und Karosserie nun ausgerechnet dazu führen soll, daß Wasser reinkommt, machte ihn regelrecht wütend: "ja, dann machen Sie halt welche rein, aber wir machen so was nicht! Von mir bekommen Sie keine, nicht dafür!"

Ok, ich werde selbst welche reinsetzen, ist ne Sache von 2 Minuten und ein paar Cent. Erstaunlich nur, mit welches Verhalten einen in den Werkstätten begegnet. Irgendwie scheint der Leitspruch zu lauten: "wir erzählen prinzipiell Unsinn. Wenn der Kunde das bemerkt, werden wir agressiv." Dabei wollte ich doch nur einen halbwegs passenden Gummiring....

Klar kann man bei solchem Verhalten Druck machen (hier wärs die Mühe nicht wert), aber dann wechsel ich lieber die Werkstatt, denn wenn die schließlich dann mein Auto auf der Hebebühne haben und wütend darüber sind, daß sie zur Abwechslung mal genau das reparieren müssen, was kaputt ist, kommt doch bestimmt mal einer auf die Idee, bei anderen Bauteilen etwas nachzuhelfen, damit man wieder vorbei kommen muss, damit sie dann wieder ein ganz anderes Teil austauschen können, was bisher nur still und leise seine Arbeit machte.


2

Donnerstag, 28. Juli 2011, 19:38

RE: Quietschende Rückleuchte

habe das gleiche Problem - ebenfalls die rechte Rückleuchte (scheint auch so ein Serienfehler wie die verrückt spielende Leuchtweitenregulierung zu sein) - was für Dichtungsringe hast Du verwendet? Wie viele braucht man und welches Werkzeug?

Fahrsteiger

Schüler

  • »Fahrsteiger« ist der Autor dieses Themas

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Wohnort: Berlin

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3

Freitag, 29. Juli 2011, 21:49

RE: Quietschende Rückleuchte

im Grunde ist die Reparatur ganz einfach. Bei näherer Betrachtung meiner Rückleuchte stellte ich fest, dass diese in sich verzogen ist, so das es beim Anschrauben zu Spannungen kommt, die das Knacken verursachen. Die Rückleuchte selbst kann man mühelos mit einem Kreuzschraubenzieher lösen und abnehmen. Am Gehäuse um die Gewinde herum gibt es von hause aus ein dünne Gummibeschichtungen, die bei einem sauber geformten Gehäuse wohl hinreichend abdichten. Ist das Gehäuse jedoch verzogen, drückt man es mittels den Schrauben gewaltsam fest, es enstehen Spannungen, zudem schuppert es dann an völlig anderen Stellen an die Karosse.

1. mögliche Lösung: zum Freundlichen gehen, sagen, das Rückleuchtengehäuse ist verzogen, bitte neues einbauen.

2. (hab ich gemacht): im Baumarkt flache Gummiringe kaufen, die exakt die gleiche Größe haben wie diese dünne Gummibeschichung am Gehäuse selbst (z.B. einfach mitnehmen und ranhalten), dann Auflagefläche noch mal reinigen und dann, sehr wichtig, vorsichtig alles nach und nach festschrauben, dabei immer wieder am Gehäuse ziehen und drücken, ob es schon Spannungen gibt und ggf alles ein paar Millimeter in alle Richtungen ziehen bis die Spannung wieder raus ist und weiter drehen und wieder dran ruckeln.

Bei mir war das Ding so verzogen, das die leicht erhöhte Bewegungsfreiheit mit den Ringen allein nicht ausreichte, um die Spannung zu beseitigen. Aber nach entsprechendem Geruckel und vorsichtigen Festschrauben (fast so als würde man eine Kupplung wechseln - über Kreuz, hier ein paar Drehungen, dann dort) war die Rückleuchte fest dran und macht keine Geräusche mehr.

Arbeitsaufwand trotzdem keine 10 Minuten. Wenn das Ding natürlich so verbogen ist, das ein Festschrauben ohne Geknarze überhaupt nicht mehr möglich ist, dann hilft wohl nur ein kompletter Austausch.

An alle, die jetzt sagen, ach, wie kann man sich nur daran stören, sei gesagt: das Geräusch ist nicht laut, aber penetrant und nervtötend wie nachts ein tropfender Wasserhahn. Vieleicht kann man das Problem auch mit autogenem Training oder Yoga lösen, nach dem Motto: ich bin jetzt so ausgeglichen und eins mit dem Universum, jedes Geräusch ist ein Zeichen von Leben und hat Platz in meinem Herzen.
Ich mags trotzdem lieber, wenn im Auto nur die Teile Geräusche von sich geben, die dafür vorgesehen sind.

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